Neues Jahr, neuer Plan – und irgendwo zwischen Raclette-Resten und „Ich mach ab Montag alles anders“ steht sie plötzlich im Raum: die Diätfrage. Und weil wir 2026 wirklich keine Lust mehr auf Quälerei, Selleriesaft-Bestrafung oder „Ich esse nur noch Luft und Liebe“-Konzepte haben, machen wir das hier schlau.
Bevor wir loslegen, die eine Regel, die für jede Diät gilt (ja, auch für die, die deine Nachbarin „Wunderkur“ nennt):
👉 Ein moderates Kaloriendefizit ist entscheidend.
Moderates Defizit heißt: du isst etwas weniger Energie, als du verbrauchst – ohne dich wie ein beleidigtes Faultier zu fühlen. Wer zu stark kürzt, bekommt meist Heißhunger, Stimmung wie ein Gewitter und irgendwann den Jojo-Effekt als unerwünschten Mitbewohner.
In diesem Artikel bekommst du 20 Diäten im Überblick – jeweils:
- Was ist das?
- Was ist wichtig?
- Für wen passt es (und für wen eher nicht)?
- Pro & Kontra in Stichpunkten
Und am Ende: mein persönliches Fazit – Spoiler: Team Keto. 😄
Die 20 Diäten – ausführlich erklärt
1) Ketogene Diät (mein Favorit 👑)
Was ist das?
Die ketogene Diät ist die „Kohlenhydrate? Kenn ich nur vom Hörensagen“-Variante. Du isst sehr kohlenhydratarm, dafür fettreich und Protein moderat. Ziel ist, dass dein Körper in die Ketose kommt – er nutzt dann Ketonkörper aus Fett als Energie statt Glukose.
Was ist wichtig?
- Kohlenhydrate meist 15–30 g pro Tag (je nach Person)
- Fokus auf hochwertige Fette: Olivenöl, Avocado, Nüsse, Eier, fetter Fisch
- Protein nicht „unendlich“ hoch (sonst wird’s oft schwerer in Ketose)
- Zuckerfreie Elektrolyte* (Salz, Magnesium, Kalium) sind anfangs Gold wert → weniger „Keto-Grippe“
- Plane einfache Standard-Mahlzeiten: z. B. Eier + Gemüse + Olivenöl, Lachs + Salat, Hackpfanne mit Zucchini
Warum viele damit gut abnehmen:
Stabiler Blutzucker, weniger Insulinspitzen, deutlich weniger Heißhunger – und genau das ist für viele der Gamechanger.
Pro:
- Sehr gute Sättigung, oft weniger Hunger
- Effektiv beim Fettverlust (bei Kaloriendefizit)
- Stabiler Blutzucker, weniger Cravings
- Viele berichten über mehr Fokus & Energie
Kontra:
- Umstellung (1–2 Wochen können zäh sein)
- Essen außer Haus braucht Planung
- Nicht ideal, wenn du extrem kohlenhydratlastig liebst und keine Alternative findest
Mehr über Keto findest du hier:
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2) Low-Carb-Diät
Was ist das?
Low Carb ist Keto’s entspannter Cousin: Kohlenhydrate werden reduziert, aber nicht auf „Zucchini ist jetzt Pasta“-Level. Häufig landen Menschen bei 50–80 g Kohlenhydraten/Tag (je nach Ansatz).
Was ist wichtig?
- Entscheidend ist welche Carbs: Vollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse statt Zucker & Weißmehl
- Ausreichend Protein (macht satt)
- Fette nicht verteufeln – sonst wird’s schnell „Low Carb, aber dauerhungrig“
- Achte auf „versteckte“ Kohlenhydrate: Saucen, Brotkrümel, süße Getränke, Snack-Riegel
Für wen passt das?
Für alle, die weniger Heißhunger wollen, aber trotzdem ab und zu Obst, Haferflocken oder Kartoffeln einbauen möchten.
Pro:
- Alltagstauglich & flexibel
- Oft schneller weniger Heißhunger
- Gute Abnehmerfolge bei moderatem Defizit
- Viele leckere, einfache Rezepte
Kontra:
- „Low Carb“ kann schnell zum Etikett werden („Ich esse kein Brot, aber 3 Latte mit Sirup“)
- Wenn zu fettarm & zu wenig Carbs → Energie-Delle möglich
- Manche bleiben bei „low“ stehen, aber Defizit fehlt → Stillstand
3) Intervallfasten (z. B. 16:8)
Was ist das?
Du isst innerhalb eines Zeitfensters (z. B. 8 Stunden) und fastest den Rest. Klassiker: 16 Stunden fasten, 8 Stunden essen. Es ist kein Magietrick – aber ein Struktur-Tool, das vielen hilft, automatisch weniger Kalorien zu essen.
Was ist wichtig?
- Fasten ersetzt keine Ernährungsqualität: „8 Stunden lang Kekse“ ist kein Plan 😅
- Starte sanft: erst 12:12, dann 14:10, dann 16:8
- Achte auf Protein & Ballaststoffe in den Mahlzeiten → sonst kommt der „Snack-Dämon“
- Für manche Frauen kann sehr langes Fasten bei hohem Stress/Zyklusproblemen ungünstig sein (dann lieber kürzer oder anpassen)
Pro:
- Kein permanentes Kalorienzählen nötig
- Einfach im Alltag, besonders für „Frühstück-ist-mir-egal“-Menschen
- Kann Heißhunger reduzieren (wenn Mahlzeiten gut sind)
- Flexible Methode ohne Verbotsliste
Kontra:
- Manche überessen im Essfenster
- Kann bei starkem Training/Stress tricky sein
- Nicht ideal, wenn du zu „Schwarz-Weiß“-Denken neigst
Sollte Intervallfasten dich interessieren, empfehle ich dir dieses Buch hier – Die Ernährungs Docs beim Intervallfasten*
4) Mediterrane Diät
Was ist das?
Die Mittelmeer-Ernährung ist eigentlich keine Diät, sondern eine Lebensart: viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Vollkorn, Olivenöl als Hauptfettquelle, Fisch öfter, Fleisch seltener. Dazu: Genuss, Sättigung, kein Drama.
Was ist wichtig?
- Qualität schlägt Kalorien-Tricks: Olivenöl* ist gesund – aber auch kalorienreich → Portionen im Blick
- Baue „Basis-Teller“: ½ Gemüse, ¼ Protein (Fisch, Hülsenfrüchte), ¼ Kohlenhydrate (Vollkorn, Kartoffeln)
- Snacks: Nüsse ja, aber nicht „die ganze Tüte beim Netflix“
Pro:
- Sehr ausgewogen & langfristig machbar
- Herz-Kreislauf-freundlich
- Viel Genuss, wenig Verzicht
- Gute Basis für nachhaltiges Abnehmen
Kontra:
- Gewichtsverlust oft langsamer (was eigentlich gut ist, aber Geduld braucht)
- Kalorienfalle durch Öl, Nüsse, Käse möglich
- „Mediterran“ wird oft verwechselt mit „Pizza und Rotwein“ (leider nein)
5) Paleo-Diät
Was ist das?
„Essen wie früher“: unverarbeitete Lebensmittel, viel Gemüse, Fleisch/Fisch/Eier, Nüsse, Samen – kein Getreide, meist keine Milchprodukte, kein Industriezucker.
Was ist wichtig?
- Nicht nur Fleischparty: Paleo funktioniert am besten mit viel Gemüse
- Achte auf ausreichend Kalzium, wenn Milchprodukte wegfallen (z. B. über Gemüse, mineralreiches Wasser)
- Gute Fette einbauen, aber nicht übertreiben (Kalorien bleiben Kalorien)
Pro:
- Weniger verarbeitete Lebensmittel → oft automatisch weniger Kalorien
- Sättigend durch Protein & Gemüse
- Viele fühlen sich „leichter“ und weniger aufgebläht
- Stabilerer Blutzucker
Kontra:
- Restriktiv (Brot, Pasta, Käse-Fans weinen leise)
- Teurer, wenn man hochwertig einkauft
- Sozial manchmal umständlich („Nein, ich esse kein Getreide“ führt zu Gesprächen)
6) Vegane Diät
Was ist das?
100 % pflanzlich: kein Fleisch, kein Fisch, keine Milch, keine Eier. Zum Abnehmen kann vegan super funktionieren – wenn du nicht in die Falle „vegan = automatisch gesund“ tappst (Pommes sind auch vegan. Leider.)
Was ist wichtig?
- Protein sichern: Hülsenfrüchte, Tofu/Tempeh, Seitan, Sojajoghurt, Proteinpulver (wenn nötig)
- Vitamin B12 supplementieren ist Pflicht
- Achte auf Eisen, Omega-3, Jod (ggf. mit Ärztin/Blutwerten checken)
- Viel unverarbeitet essen, nicht nur Ersatzprodukte
Pro:
- Ballaststoffreich → gute Sättigung, gute Verdauung
- Kann Kalorien senken, wenn man viel „whole foods“ isst
- Ethisch/ökologisch motivierend
- Große Rezeptvielfalt
Kontra:
- Nährstoffplanung wichtig (B12, Eisen etc.)
- Ersatzprodukte können hochkalorisch sein
- Protein wird oft unterschätzt
- Auswärts essen manchmal nervig
7) Vegetarische Diät
Was ist das?
Kein Fleisch/Fisch, aber Milchprodukte und Eier sind okay. Für viele der realistischste Einstieg in „bewusster essen“ – und zum Abnehmen sehr geeignet.
Was ist wichtig?
- Proteinquellen bewusst wählen: Eier, Skyr/Quark, Hülsenfrüchte, Tofu, Käse (maßvoll)
- Nicht in die „Pasta-mit-Pasta“-Falle rutschen
- Gemüsevolumen hochhalten, damit du satt wirst
Pro:
- Leichter umzusetzen als vegan
- Gute Basis für Defizit durch mehr Gemüse & weniger Fast Food
- Große Auswahl in Restaurants
- Oft günstiger als Paleo/Keto
Kontra:
- Käse kann zur „heimlichen Kalorienbank“ werden
- Protein kann zu niedrig sein, wenn man hauptsächlich carbs isst
- Fertigprodukte (veggie nuggets etc.) können nährstoffarm sein
8) Weight Watchers (Punkte-System)
Was ist das?
Statt Kalorien zu zählen, zählen viele Punkte. Lebensmittel bekommen Werte, du hast ein Tagesbudget. Das System kann helfen, Struktur zu schaffen – besonders für Menschen, die ohne Leitplanken eskalieren (ich schaue dich an, Abend-Snack).
Was ist wichtig?
- Punkte sind ein Werkzeug, aber keine Ernährungsbildung
- Du solltest trotzdem Protein, Gemüse und Sättigung priorisieren
- Null-Punkte-Lebensmittel sind praktisch, aber „Null“ heißt nicht „unendlich“
Pro:
- Sehr alltagstauglich, kein strenges Verbot
- Struktur & Community-Motivation
- Funktioniert für viele gut, wenn man dranbleibt
- Flexibel bei Familienessen & Restaurant
Kontra:
- Kosten
- Manchmal Fokus auf „Punkte optimieren“ statt gesunde Routinen
- Sättigung kann leiden, wenn man „punktespart“
- Nicht jedes Lebensmittel wird fair abgebildet
9) Atkins-Diät
Was ist das?
Atkins* ist ein strenger Low-Carb-Ansatz mit Phasen: zuerst sehr wenige Kohlenhydrate, später langsam mehr. Ähnlich zu Keto, aber oft proteinlastiger und weniger „saubere Fettqualität“-fokussiert.
Was ist wichtig?
- Gemüse nicht vergessen (Ballaststoffe!)
- Protein nicht übertreiben → sonst wird’s unangenehm für Verdauung und Sättigung kippt
- Auch hier: Elektrolyte, Wasser, Planung
Pro:
- Schnelle Anfangserfolge möglich
- Weniger Heißhunger durch weniger Zucker/Carbs
- Relativ klare Regeln
Kontra:
- Restriktiv, schwer langfristig
- Kann einseitig werden (Wurst und Käse sind keine Persönlichkeit)
- Risiko, zu wenig Mikronährstoffe zu essen, wenn Gemüse fehlt
10) Dukan-Diät*
Was ist das?
Sehr proteinlastige Diät* in Phasen (Angriff/Wechsel/Stabilisierung). Anfangs extrem: viel mageres Protein, wenig Fett, wenig Kohlenhydrate.
Was ist wichtig?
- Trinken, trinken, trinken (Proteinlast erhöht Bedarf)
- Ballaststoffe einbauen, sonst meckert der Darm
- Langfristigkeit kritisch: nach den strengen Phasen droht Jojo, wenn man nicht sauber umstellt
Pro:
- Deutliche Abnahme am Anfang möglich
- Klare Phasenstruktur
- Sättigung durch Protein
Kontra:
- Sehr einseitig und streng
- Nährstoffmangel-Risiko
- Kann Essverhalten „Diät-Modus“ verstärken
- Sozial schwer durchzuhalten
11) Clean Eating
Was ist das?
Clean Eating ist kein konkreter Diätplan, sondern ein Prinzip: unverarbeitete Lebensmittel, kurze Zutatenlisten, frisch kochen, viel Gemüse, genug Protein.
Was ist wichtig?
- „Clean“ ist keine Moral: Ein Keks macht dich nicht unclean 😉
- Abnehmen klappt nur, wenn du trotz cleanem Essen im Defizit bist
- Meal Prep ist dein bester Freund: sonst greifst du doch wieder zum schnellen Kram
Pro:
- Gesundheitlich top, weil viel Nährstoffe
- Einfaches Regelwerk: „echt statt industriell“
- Gut kombinierbar mit jeder Ernährungsform
- Sehr nachhaltig
Kontra:
- Kein automatischer Gewichtsverlust ohne Defizit
- Kann in „perfekt oder gar nicht“ ausarten
- Mehr Koch- und Einkaufsaufwand
- Auswärts schwieriger
12) Flexitarische Ernährung
Was ist das?
Flexitarisch bedeutet: überwiegend pflanzlich, gelegentlich Fleisch/Fisch – bewusst, nicht dogmatisch. Für viele ist das der sweet spot zwischen Gesundheit, Genuss und Alltag.
Was ist wichtig?
- Hauptsächlich „whole foods“: Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Obst
- Wenn Fleisch: Qualität > Quantität
- Achte auf Protein (pflanzlich + ggf. tierisch gemischt)
- Defizit entsteht oft „nebenbei“, wenn du Süßkram & Fast Food reduzierst
Pro:
- Sehr alltagstauglich, sozial leicht
- Gute Nährstoffbasis
- Nachhaltig & weniger Verbote
- Leicht langfristig durchzuhalten
Kontra:
- Ohne Struktur kann man „flexi“ als Ausrede nutzen
- Abnahme hängt stark von Portionsgrößen ab
- Snack-Kalorien schleichen sich gern rein
13) Volumetrics-Diät
Was ist das?
Hier geht’s um Energiedichte: Lebensmittel mit viel Volumen und wenig Kalorien (Gemüse, Obst, Suppen, mageres Protein) füllen den Magen, ohne das Kalorienkonto zu sprengen.
Was ist wichtig?
- Starte Mahlzeiten mit großem Salat oder Suppe
- Gemüsemenge hoch, Protein dazu
- Fette bewusst dosieren (gesund, aber energiereich)
- Perfekt für Menschen, die „viel essen“ wollen/müssen
Pro:
- Große Portionen möglich → psychologisch sehr angenehm
- Weniger Hunger, weil Magen gefüllt
- Gute Nährstoffdichte
- Sehr kompatibel mit Familienküche
Kontra:
- Viel Schnippeln/Kochen
- Fett wird oft zu stark reduziert (Sättigung kann leiden)
- Nicht ideal, wenn du Rohkost schlecht verträgst
- Kann „immer nur Gemüse“ eintönig werden, wenn man nicht variiert
14) Trennkost
Was ist das?
Trennkost trennt Kohlenhydrate und Proteine in Mahlzeiten, weil man glaubt, der Körper könne beides zusammen schlechter verdauen. Wissenschaftlich ist das so nicht wirklich überzeugend – aber: Manche nehmen ab, weil sie dadurch strukturierter essen.
Was ist wichtig?
- Wenn es dir hilft, weniger zu snacken: okay
- Achte darauf, trotzdem ausgewogen zu essen
- Nicht in Food-Angst abrutschen („Oh nein, Kartoffel UND Quark!“)
Pro:
- Klare Regeln, kann Struktur geben
- Manche essen automatisch weniger
- Kann Bewusstsein für Mahlzeiten schaffen
Kontra:
- Wissenschaftlich schwach belegt
- Alltag kompliziert
- Risiko für „Essensstress“
- Keine Garantie fürs Defizit
15) DASH-Diät
Was ist das?
Entwickelt zur Senkung von Blutdruck: viel Obst/Gemüse, Vollkorn, mageres Protein, wenig Salz, wenig Zucker. Zum Abnehmen geeignet, weil sie sehr nährstoffreich ist – aber sie ist nicht primär „Abnehm-Diät“, sondern Gesundheitskonzept.
Was ist wichtig?
- Viel Kalium/Magnesium über Gemüse/Obst
- Salz reduzieren, aber nicht fanatisch werden
- Protein und Ballaststoffe priorisieren, damit du satt bleibst
Pro:
- Sehr gesund & evidenznah
- Fördert gute Essgewohnheiten
- Gut für Herz/Kreislauf
- Nachhaltig
Kontra:
- Abnahme eher langsam
- Für manche zu „regelorientiert“
- Ohne Defizit kein Gewichtsverlust
- Kann bei viel Obst für manche blutzuckersensibel sein (dann besser kombinieren)
16) Low-Fat-Diät
Was ist das?
Fett wird stark reduziert, oft steigen Kohlenhydrate. Low-Fat kann funktionieren – aber häufig werden Menschen hungrig, weil Fett Sättigung unterstützt.
Was ist wichtig?
- Nicht „fettfrei = grenzenlos“: Zucker und Weißmehl sind oft das Problem
- Protein hochhalten, sonst wirst du nicht satt
- Gesunde Fette nicht komplett streichen (Hormone lassen grüßen)
Pro:
- Kalorien lassen sich leichter senken, weil Fett energiedicht ist
- Funktioniert, wenn Protein/Volumen stimmt
- Einfach zu verstehen
Kontra:
- Häufig mehr Hunger/Cravings
- Risiko: sehr kohlenhydratlastig und wenig sättigend
- Manche fühlen sich energielos
- Fettlösliche Vitamine brauchen Fett (in Maßen!)
17) Whole30
Was ist das?
30 Tage „Reset“: kein Zucker, kein Alkohol, kein Getreide, keine Hülsenfrüchte, keine Milchprodukte. Klingt wie ein Straflager, ist aber für manche ein klarer Schnitt, um Gewohnheiten zu durchbrechen.
Was ist wichtig?
- Plane vor: sonst stehst du hungrig vor dem Kühlschrank und weinst
- Fokus auf Gemüse, Protein, gute Fette
- Nach 30 Tagen braucht es eine sinnvolle Übergangsstrategie, sonst kommt der Rückfall
Pro:
- Sehr klarer Rahmen, hilft beim Neustart
- Viele erkennen Trigger-Lebensmittel
- Oft weniger Heißhunger durch Zuckerstopp
- Gute „Kurzzeit-Challenge“
Kontra:
- Sehr restriktiv, sozial schwierig
- Nicht als Dauerernährung gedacht
- Kann bei „Alles-oder-nichts“-Typen Essdruck erhöhen
- Ohne Plan danach Jojo-Risiko
18) Suppendiät
Was ist das?
Kurzzeitkonzept: viel Suppe, wenig anderes. Funktioniert oft schnell auf der Waage – aber viel davon ist Wasser und weniger Mageninhalt. Langfristig eher ein „Startknopf“ als ein nachhaltiges System.
Was ist wichtig?
- Protein muss rein (z. B. Linsen, Bohnen, Hähnchen, Tofu)
- Nicht zu wenig essen → sonst Muskelabbau
- Übergang planen: wie sieht Essen nach der „Suppenphase“ aus?
Pro:
- Einfach, schnell, „leicht“
- Viel Gemüse möglich
- Gut als warmes Volumenessen im Winter
- Kann motivieren (Startgefühl)
Kontra:
- Schnell langweilig
- Risiko: zu wenig Protein → Muskelverlust
- Jojo-Effekt, wenn man danach wieder „normal“ eskaliert
- Nicht für lange Zeit geeignet
19) Glyx-Diät
Was ist das?
Lebensmittel werden nach ihrem glykämischen Index gewählt: niedriger GI soll Blutzucker stabil halten → weniger Insulinspitzen → weniger Heißhunger.
Was ist wichtig?
- GI ist nicht alles: Mischung aus Fett/Protein/Faser verändert Blutzuckerreaktion
- Besser: auf glykämische Last, Ballaststoffe und Kombination achten
- Praktisch heißt das oft: mehr Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchte, weniger Zucker/Weißmehl
Pro:
- Gute Orientierung gegen Heißhunger
- Fördert „bessere“ Kohlenhydrate
- Stabilere Energie über den Tag
- Oft automatisch gesünder
Kontra:
- Im Alltag teils kompliziert
- GI-Listen sind nicht immer intuitiv
- Kann zu „Zahlenstress“ führen
- Defizit ist trotzdem nötig
20) Zone-Diät
Was ist das?
Makro-Verhältnis: 40 % Kohlenhydrate, 30 % Protein, 30 % Fett – soll Hormone/Entzündungen günstig beeinflussen und die Energie stabilisieren. Viele nutzen die Zone-Diät als strukturierte, ausgewogene Mischkost.
Was ist wichtig?
- Makros tracken oder zumindest grob planen
- Protein in jede Mahlzeit, damit es wirklich satt macht
- Kohlenhydrate möglichst aus Gemüse, Obst, Vollkorn
- Fettquellen hochwertig wählen
Pro:
- Ausgewogen und relativ alltagstauglich
- Gute Sättigung durch höheren Proteinanteil
- Kann Blutzucker stabilisieren
- Funktioniert gut mit Sport
Kontra:
- Etwas rechenlastig
- Ohne Defizit kein Abnehmen
- Manche werden bei 40 % Carbs wieder snackig (abhängig von Carbsorte)
- „Makro-Perfektionismus“-Gefahr
Fazit: Welche Diät ist die beste – und warum ich Keto liebe
Wenn du mich fragst (und du hast gerade sehr aktiv danach gefragt 😄):
Die beste Diät ist die, die du konsequent umsetzen kannst, ohne dich dabei wie ein trauriger Pinguin auf Diät zu fühlen.
Und trotzdem habe ich als Ernährungs-Expertin einen klaren Favoriten:
Warum Keto* für viele so gut funktioniert
- Heißhunger wird oft deutlich weniger
- Der Blutzucker bleibt stabil → weniger Snack-Attacken
- Sättigung ist hoch, weil Fett + Protein + Gemüse richtig gut „halten“
- Viele finden es mental einfacher, klare Grenzen zu haben („Nein zu Brot, ja zu Avocado“)
ABER (und das ist wichtig):
Keto ist kein Zauberstab. Auch hier gilt: moderates Kaloriendefizit, genug Protein, ausreichend Gemüse, Elektrolyte, Schlaf und ein bisschen Geduld.
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Insbesondere bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder der Einnahme von Medikamenten solltest du vor einer Ernährungsumstellung – insbesondere bei der ketogenen Diät – Rücksprache mit deinem Arzt oder deiner Ärztin halten.
Jede Person reagiert individuell auf Ernährungsformen. Ergebnisse können variieren. Eine Gewichtsabnahme ist stets abhängig von mehreren Faktoren, unter anderem von einem moderaten Kaloriendefizit, Lebensstil, Bewegung und individuellen Voraussetzungen.







